Das Erlacher Schloss ist eines der ältesten im Kanton Bern. Es wurde Ende des 11. Jahrhunderts vom Grafen Burkhard von Fenis zum Schutz der am oberen See-Ende vorbeiführenden Strasse erbaut. Im 13. Jahrhundert baute man nach und nach die Altstadt an und legte damit den Grundstein zu einem Städtchen.
Nachdem Grafen von Fenis bewohnten dessen Erben, die Grafen von Neuenburg, das Schloss. Im 13. Jahrhundert fiel der Besitz an Nidau und wurde savoyisches Lehen. Die Nidauer befanden sich jedoch nur selten in Erlach, bezeichnenderweise aber immer zur Zeit der Weinlese, wo sie denn auch eifrig degustierten. 1474 eroberten die Berner das Gebiet.
Auch diese setzten Vögte ein, darunter die zwei wohl bekanntesten, Niklaus Manuel Deutsch (Landvogt von 1523 bis 1528) und Johann Rudolf Sinner von Ballaigues (Landvogt von 1776 bis 1781). In seiner ganzen Geschichte war das Schloss kaum in kriegerische Handlungen verwickelt gewesen.
Nachdem Erlach zum Amtssitz wurde, zog im Schloss die Bezirksverwaltung ein. 1874 baute man das Schloss zu einem staatlichen Erziehungsheim um. Heute ist es ein Schulheim für Knaben und Mädchen.

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